Site icon Henrik Nordborg

Der (einst) vitale Planet

Es ist im Moment etwas schwierig, bezüglich der Zukunft der Menschheit optimistisch zu bleiben. Nicht nur beschleunigt sich das Tempo des Klimawandels, sondern die Auswirkung sind auch (wie erwartet) viel dramatischer als erwartet. Wenn wir die Klimazerstörung stoppen wollen, müssen wir jetzt handeln.

Gleichzeitig scheint die Menschheit wieder einmal alle Lehren aus der Geschichte vergessen zu haben. Die UNO und andere internationale Institutionen werden ignoriert, Kriege und Gewalt werden akzeptiert, und Menschenrechte suspendiert. Das amerikanische Stimmvolk wird bald zwischen einem bösen senilen Greis, der zu viele John-Wayne-Filme gesehen hat, und Donald Trump entscheiden müssen. Das kommt nicht gut.

Wie so oft, hat Christa Wolf dafür die perfekte Formulierung gefunden:

Wann Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg. Falls es da Regeln gäbe, müsste man sie weitersagen, in Ton, in Stein eingraben, überliefern. Was stünde da? Da stünde, unter andern Sätzen: Lasst euch nicht von den Eignen täuschen.

Christa Wolf, Kassandra

Heute ist es klar, dass der Vorkrieg bereits begonnen hat. Wir haben uns wieder von den “Eignen” täuschen lassen und nicht begriffen, dass die Eliten nie die Absicht hatten, die Klimakrise zu lösen. Politik und Wirtschaft haben uns 30 Jahre lang angelogen.

Dabei ist alles ganz einfach:

Es ist möglich, Nachhaltigkeit thermodynamisch zu definieren. Wenn wir das tun, stellen wir fest, dass wir heute auf einem sterbenden Planeten leben. Das Ziel muss sein, diesen in einen vitalen Zustand zurückzuführen.

Weitere Details sind im untenstehenden Dokument zu finden. Eine kurze Version davon, ohne Bilder und Formeln, wurde in der TAZ veröffentlicht: Wachstum und Klimakrise: Kreislaufwirtschaft im Wald – taz.de.

Exit mobile version