From the beginning of time there have been two flames burning in the human heart. The flame of anger against injustice, and the flame of hope you can build a better world. And my job is to go round fanning both flames.
– Tony Benn
I am very much looking forward to the event at the Rote Fabrik tonight. My lecture will hopefully be (thought) proviking, the film PETRO MELANCHOLIE is very good, and it will be fun to discuss with Heike Eichler, Annette Junker and the rest of you.
In den Medien wird zu wenig darüber berichtet, welche rasante Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien gerade stattfindet. Wenn ich erzähle, dass die Fachzeitschrift Science «das unaufhaltsame Wachstum der erneuerbaren Energien» zum «wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres 2025» erkoren hat, reagieren die meisten Menschen sehr erstaunt. Das «Scheitern der Energiewende» erkennt man anscheinend daran, dass Wind und Sonne jährliche Wachstumsraten von über 15 % verzeichnen, und schon ein Viertel aller neuen Autos elektrisch sind, aber leider nicht in Europa hergestellt werden.
Der europäische Strommix seit 1985. (Quelle: Energy Institute, Statistical Review of World Energy, 2025)
Die obige Grafik zeigt die Entwicklung des europäischen Strommix seit 1985. Die Stromerzeugung von AKWs und fossilen Brennstoffen (Erdöl, Erdgas und Kohle) nimmt ab, die Wasserkraft nimmt langsam zu, aber der Anteil von Sonne und Wind wächst mit über 10 % pro Jahr. Inzwischen stammen etwa 42 % der elektrischen Energie in Europa aus erneuerbaren Quellen. Wenn man bedenkt, dass Europa sowohl Uran wie auch Erdöl und Erdgas importieren muss, ist diese Entwicklung sehr zu begrüssen. Es geht heute nicht nur um Klimaschutz, sondern um die Frage, ob Europa eine Zukunft haben soll oder nicht.
Leider scheinen die meisten europäischen Regierungen den Bezug zur Realität verloren zu haben. Wer Mario Draghis Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU liest, stellt fest, dass die Stärken Europas in den Bereichen Energie- und Umwelttechnik liegen (siehe Grafik unten). Wir haben keine grossen Computer- oder Softwarefirmen wie Apple, Google, Intel oder Microsoft, aber bedeutende Firmen im Energiesektor, wie Siemens, ABB, Schneider oder Alstom.
Am 20. Mai organisieren wir eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Energie- und Umwelttechnik an der OST in Rapperswil. Wir werden über die aktuelle Forschung und laufende Projekte berichten, aber vor allem Fragen beantworten. Weitere Infos und Link zur Anmeldung sind hier:
An diesem Mittwoch den 29. April werde ich den letzten Vortrag des Projekts Hoffnung halten: Die friedliche Revolution. Ich freue mich auf zahlreiche und aktive Teilnahme.
Der erste Vortrag mit dem Titel Der (einst) vitale Planet wurde erfolgreich aufgezeichnet. Die Slides und das Video sind auf der Webseite zu finden.
Der zweite Vortrag Macht und Wissenschaft wurde auch aufgezeichnet. Die Slides sind schon auf der Webseite und das Video dazu sollte demnächst folgen.
Was wir bisher gelernt haben:
Ob eine Technologie als nachhaltig bezeichnet werden kann oder nicht, entscheidet weder die Politik noch die Wirtschaft, sondern die Thermodynamik. Um dies zu erklären, braucht man den ersten und zweiten Hauptsatz und den Begriff der Entropie.
Propaganda und Meinungsmanipulation sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Auch wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse können jahrzehntelang unterdrückt werden. Was Galileo im 17. Jahrhundert passiert ist, geschieht heute täglich, denn die herrschende Meinung ist immer noch die Meinung der Herrschenden.
Ich freue mich sehr auf das nächste (hoffentlich) sehr interaktive Feierabendgespräch am Mittwoch, den 25. März. Wir wollen die Frage beantworten, ob der Kapitalismus noch zeitgemäss ist.
Die legendär gewordene aber nicht ganz ernst gemeinte Forderung «Nieder mit den Alpen! Freie Sicht aufs Mittelmeer!» wird langsam zur Realität. Nicht weil der Permafrost auftaut und grosse Geröllmassen ins Tal donnern, sondern weil das Tessiner Klima inzwischen die Alpen überquert hat. Die Figur unten zeigt die mittleren Monatstemperaturen in Lugano und Zürich in den 1960er-Jahren und seit dem Jahr 2020. Wie man sieht, liegen die beiden durchgezogenen Kurven (Zürich heute und Lugano vor 60 Jahren) praktisch aufeinander. Ob Hermann Hesse heute den Weg ins Tessin gefunden hätte, wissen wir somit nicht.
Die beiden Plots unten zeigen die Temperaturentwicklung in Zürich/Fluntern. Februar 2026 war sehr warm, und die Temperatur der Stadt hat seit den 1960er Jahren um 2 – 3 °C zugenommen. Mit der heutigen Energie- und Klimapolitik wird die Temperatur mit Sicherheit weiter ansteigen, was für die Hersteller von Klimaanlagen keine schlechte Nachricht ist. Für die Natur aber schon.