Projekt Hoffnung

Veranstaltungen für zukunftsinteressierte Menschen

Inhalt

Wie bereits im letzten Jahr in einem Blogpost angekündigt, werde ich eine Reihe von Vorträgen und Feierabendgesprächen an der OST organisieren, um einen ernstzunehmenden Plan zur Lösung der planetaren Krise zu entwickeln. Dies ist bitter nötig, denn Politik und Wirtschaft scheinen inzwischen offen zuzugeben, dass sie nie einen Plan hatten. Mit seinem im Jahr 2008 veröffentlichten Cartoon hat Justin Bilicki die politische Lage sehr gut erfasst.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist alles klar: Wir zerstören den einzigen bewohnbaren Planeten im Universum und das Überleben der Menschheit ist davon abhängig, ob wir unseren ökologischen Fussabdruck drastisch reduzieren können. Unter Einhaltung der Naturgesetze kann das Problem nur durch eine massive Reduktion des Ressourcenverbrauchs gelöst werden, weshalb die Wirtschaft signifikant schrumpfen muss. Diese Botschaft wird nur ungern von Politik und Wirtschaft gehört.

Somit befinden wir uns in einer scheinbar ausweglosen Situation. Die Massnahmen, die aus wissenschaftlicher Sicht notwendig wären, werden aus politischer und wirtschaftlicher Sicht als zu teuer angesehen. Die günstigen und einfachen Massnahmen, die aus dem PR-Budget bezahlt werden und somit für Politik und Wirtschaft attraktiv sind, bringen leider nichts. Wir wissen nicht, ob wir unseren Planeten retten können, weil wir es nie versucht haben. Um weiterzukommen, müssen wir uns endlich von der Vorstellung lösen, dass wir die Naturgesetze ungestraft ignorieren können. Sobald wir aus dieser Illusion aufwachen, wird alles recht einfach.

Seit über 250 Jahren leben wir in einer Gesellschaft, die Kohle verbrennt, um Kohle zu verdienen. Weder in der Energieversorgung noch im Wirtschaftssystem hat es in dieser Zeit relevante Veränderungen gegeben, abgesehen davon, dass die Menschheit immer mehr fossile Energie pro Kopf verbraucht. Noch nie war unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen grösser als heute. Wenn wir so weiterfahren, wissen wir, wie die Geschichte enden wird.

Ich werde diesmal keinen Klimavortrag halten, denn der Klimawandel ist nur ein Symptom eines viel grösseren Problems. Es geht darum, dieses Problem zu verstehen und Lösungen zu erarbeiten, die nicht nur auf Wunschdenken basieren. Somit mache ich mit diesem Vortrag das, wofür die Universitäten geschaffen wurden: Hinterfragen, analysieren und unterrichten; alles im Dienste der Gesellschaft. Es geht um Thermodynamik, Wirtschaft, Technik, Biologie, Weltpolitik, Propaganda, Kriege und einen Plan zur Weltrettung.

Ich freue mich auf aktive Teilnahme, besonders von jungen Menschen. Denjenigen, die diesen Planeten nach meinem Ableben bewohnen werden, sind diese Veranstaltungen gewidmet.

Liebe Nachwelt! Wenn Ihr nicht gerechter, friedlicher und überhaupt vernünftiger sein werdet, als wir sind, bzw. gewesen sind, so soll euch der Teufel holen. – Albert Einstein

Ein EEU-Seminar des Studiengangs Erneuerbare Energien und Umwelttechnik.