Die legendär gewordene aber nicht ganz ernst gemeinte Forderung «Nieder mit den Alpen! Freie Sicht aufs Mittelmeer!» wird langsam zur Realität. Nicht weil der Permafrost auftaut und grosse Geröllmassen ins Tal donnern, sondern weil das Tessiner Klima inzwischen die Alpen überquert hat. Die Figur unten zeigt die mittleren Monatstemperaturen in Lugano und Zürich in den 1960er-Jahren und seit dem Jahr 2020. Wie man sieht, liegen die beiden durchgezogenen Kurven (Zürich heute und Lugano vor 60 Jahren) praktisch aufeinander. Ob Hermann Hesse heute den Weg ins Tessin gefunden hätte, wissen wir somit nicht.

Die beiden Plots unten zeigen die Temperaturentwicklung in Zürich/Fluntern. Februar 2026 war sehr warm, und die Temperatur der Stadt hat seit den 1960er Jahren um 2 – 3 °C zugenommen. Mit der heutigen Energie- und Klimapolitik wird die Temperatur mit Sicherheit weiter ansteigen, was für die Hersteller von Klimaanlagen keine schlechte Nachricht ist. Für die Natur aber schon.


Alle Daten sind öffentlich und auf der Webseite von MeteSchweiz zu finden: Homogene Messreihen ab 1864 – MeteoSchweiz.