Erneuerbare Energie: Globale Chancen und Herausforderungen

Wie entwickelt sich der Sektor der erneuerbaren Energien weltweit? Was sind die grössten Herausforderungen und Chancen? Am 3. April 2024 ist Celine Mahieux Gast an der OST in Rapperswil und vermittelt den Gästen Einblicke aus erster Hand.

Celine Mahieux ist seit 2022 Shells Vizepräsidentin für Energietechnik und seit Januar 2024 zusätzlich Shells Vizepräsidentin für Innovationsexzellenz. Das Power Technology Team von Shell konzentriert sich auf die Bereiche erneuerbare Energien, Integration von Energiespeichern, E-Mobilität und industrielle Dekarbonisierung durch Elektrifizierung.

Mit 25 Jahren Erfahrung im Technologiemanagement widmet Celine Mahieux ihre Karriere der Entwicklung sauberer, für alle zugänglicher Energie. Sie ist Autorin eines Buches zum Thema, hat mehr als 30 Veröffentlichungen und 10 Patente verfasst und war in verschiedenen Organisationsgremien tätig.

Datum: 3. April 2024
Zeit: 17:15 Uhr
Ort: OST – Ostschweizer Fachhochschule, Campus Rapperswil-Jona

Celine Mahieux wird ihr Referat auf Englisch halten.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Link zur Anmeldung und weitere Veranstaltungen sind hier zu finden: EEU-Seminare

Der (einst) vitale Planet

Es ist im Moment etwas schwierig, bezüglich der Zukunft der Menschheit optimistisch zu bleiben. Nicht nur beschleunigt sich das Tempo des Klimawandels, sondern die Auswirkung sind auch (wie erwartet) viel dramatischer als erwartet. Wenn wir die Klimazerstörung stoppen wollen, müssen wir jetzt handeln.

Gleichzeitig scheint die Menschheit wieder einmal alle Lehren aus der Geschichte vergessen zu haben. Die UNO und andere internationale Institutionen werden ignoriert, Kriege und Gewalt werden akzeptiert, und Menschenrechte suspendiert. Das amerikanische Stimmvolk wird bald zwischen einem bösen senilen Greis, der zu viele John-Wayne-Filme gesehen hat, und Donald Trump entscheiden müssen. Das kommt nicht gut.

Wie so oft, hat Christa Wolf dafür die perfekte Formulierung gefunden:

Wann Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg. Falls es da Regeln gäbe, müsste man sie weitersagen, in Ton, in Stein eingraben, überliefern. Was stünde da? Da stünde, unter andern Sätzen: Lasst euch nicht von den Eignen täuschen.

Christa Wolf, Kassandra

Heute ist es klar, dass der Vorkrieg bereits begonnen hat. Wir haben uns wieder von den “Eignen” täuschen lassen und nicht begriffen, dass die Eliten nie die Absicht hatten, die Klimakrise zu lösen. Politik und Wirtschaft haben uns 30 Jahre lang angelogen.

Dabei ist alles ganz einfach:

  • Der globale Norden braucht heute viel zu viele Ressourcen, die irgendwo herkommen müssen. Entweder müssen die Industrieländer bereit sein, ihren Lebensstandard zu senken, oder sie müssen Kriege führen. Offensichtlich haben sie sich für die zweite Option entschieden.
  • Der Klimawandel kann nur gestoppt werden, wenn wir aufhören, fossile Brennstoffe zu nutzen. Das Potenzial der CO2-Abscheidung ist begrenzt.
  • Die Wirtschaft wird schrumpfen müssen, da wir im Zeitalter der fossilen Brennstoffe leben und diese nicht ersetzt werden können.
  • Nachhaltiges Wachstum ist physikalisch unmöglich.

Es ist möglich, Nachhaltigkeit thermodynamisch zu definieren. Wenn wir das tun, stellen wir fest, dass wir heute auf einem sterbenden Planeten leben. Das Ziel muss sein, diesen in einen vitalen Zustand zurückzuführen.

Weitere Details sind im untenstehenden Dokument zu finden. Eine kurze Version davon, ohne Bilder und Formeln, wurde in der TAZ veröffentlicht: Wachstum und Klimakrise: Kreislaufwirtschaft im Wald – taz.de.

Wachstum und Klimakrise: Kreislaufwirtschaft im Wald

Mein Gastbeitrag in taz vom 27.12.2023

Eine die Umwelt verschonende Technik gibt es nicht. Einzig die Fotosynthese der Pflanzen schafft ein komplexes Ökosystem ohne jede Zerstörung.

Römische Ruinen in Avanches, Schweiz. Die Mauern zerfallen aber die Pflanzen erneuern sich. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik erklärt wieso.

Wir sind dabei, den einzigen bewohnbaren Planeten zu zerstören. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen keine Ahnung von Thermodynamik haben und die Bedeutung von „Entropie“ nicht verstehen. Das Prinzip der Entropie ist, dass alles in kleinere und einfachere Teile zerfällt. Ein Fels wird durch Erosion zu Sand, ein toter Baum wird durch Verwesung zu Wasser und Kohlendioxid, ein altes Auto verwandelt sich zu einem Rosthaufen, und der Staub in der Wohnung verteilt sich gleichmäßig.

Der vollständige Text ist hier zu finden: Wachstum und Klimakrise: Kreislaufwirtschaft im Wald – taz.de.